Dienstag, 25. November 2014

you leave with the tide

Nun stehe ich hier am Hafen und lasse meinen Blick übers Meer schweifen. Rechts am Horizont blinkt in regelmäßigen Abständen das Licht eines Leuchtturms auf und leitet Schiffe sicher aufs offene Meer. Hinter mir liegt nicht nur die ganze Republik, sondern auch zwei Stunden Bahnfahren und ein zehn Stunden Fortbildungsmarathon. Morgen nochmal, bevor es abends wieder nach Hause geht. Alle zwei Wochen das gleiche. Weder meine Kollegen noch meine Freunde sehe ich regelmäßig.

Ich denke an den Abend zurück, als ich dir freudestrahlend erzählte, dass ich einen Platz in meiner Traum-Fortbildung bekommen hab. Natürlich hattest du mir gratuliert, schließlich weißt du, wie groß der Andrang und wie zeitaufwendig das Bewerbungsverfahren war. Doch eigentlich sagten deine Augen nur eins: Bitte bleib hier, geh nicht.
In den folgenden Wochen scheinst du vergessen zu haben, was mir an der Fortbildung liegt. Immer wieder fragst du,  warum es ausgerechnet diese sein muss,  die ist doch so weit weg. 
Ich versuchte immer die fachlichen Besonderheiten der Akademie hervor zu heben, doch gelang es mir nie so recht.

Ich schaue den Möwen zu, wie sie gelassen durch die Luft segeln. "Weil ich hier frei sein kann,  weil sie mich glücklich macht, deshalb bin ich hier." 
 
[Ich habe Fakt und Fiktion in den Mixer geworfen und mir ist eine Liebesgeschichte in den Kopf gesprungen - es werden noch mehr du und ich Posts kommen.] 

1 Kommentar:

  1. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich jemanden finde, der auch gerne Geschichten schreibt - ob fiktiv oder nicht (:
    Ich schreibe selbst auch sehr gern, also würd' ich mich freuen, wenn du mal auf meinem Blog qskol.blogspot.com vorbei schauen würdest!
    LG Julia

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Hey!
Ich freu mich immer tierisch über Kommentare. Also ran an die Tasten. ;)